Author:Sabin Adrian Luca,
NEUE DATEN BEZÜGLICH DER ABSOLUTEN CHRONOLOGIE DES
FRÜHÄNEOLITHIKUMS AUS SIEBENBÜRGEN.
DATE
NOI CU PRIVIRE LA CRONOLOGIA ABSOLUTÃ A ENEOLITICULUI TIMPURIU DIN TRANSILVANIA
Rezultatele
prelucrãrii probelor radiocarbon de la
Orãºtie–Dealul Pemilor, punct X2,
jud. Hunedoara
- romanian abstract -
Autorul îºi
propune sã creeze pentru prima datã o imagine de ansamblu asupra cronologiei
absolute a culturii Turdaº prin prisma primelor date C14 obþinute
pentru situl turdãºan de la Orãºtie–Dealul
Pemilor, punct X2. Aceste date sunt 6070 ± 70 BP – Deb. 5765,
5825 ± 60 BP – Deb. 5762 ºi 5790 ± 55 BP – Deb. 5775. Materialele datate au
fost recoltate din bordeie ale nivelului inferior din acest sit arheologic,
acesta prezentând ºi un nivel mai nou, cu locuinþe de suprafaþã. Din punctul de
vedere al cronologiei relative, acest sit arheologic se înscrie în seria celor
târzii aparþinând culturii Turdaº. Dupã toate datele cronologice absolute
existente, faza târzie a culturii Turdaº poate fi contemporanã cu faza A din
cultura Petreºti.
În final,
autorul propune ºi o datare absolutã a culturii Turdaº ((6150) 6100–5900 (5800)
BP), ca o bazã de lucru pânã la apariþia unor date C14 pentru toate
fazele acesteia.
Bis nicht vor langer Zeit, wegen dem Mangel an deren Sammlung und Bearbeitung, waren die aufgrund der Erforschung der 14C- Proben erhaltenen Daten der absoluten Chronologie in der Geschichtsschreibung des siebenbürgischen Äneolithikums sehr wenig benutzt. Zum Beispiel, im Jahre 1968, gab sich keine solche Probe für das binnenländische Gebiet Rumäniens (DUMITRESCU 1968, 26), indem die absoluten Daten, in konventionelle Jahren, wurden aufgrund des Vergleiches der Stratigraphie und der für den umgebenden Gebiete charakteristischen 14C- Daten erhalten und – später – durch formale Näherungen für Siebenbürgen. So, daß Vladimir Dumitrescu versucht die Daten der relativen Chronologie für Siebenbürgen auszulegen, indem er diese Angaben mit den 14C- Proben für den den Karpathenbogen umgebenden Kulturen verbindet. Über die Turdaº- Kultur spricht er sich nicht aus (DUMITRESCU 1968, 34). Der selige Forscher schlagt nur für die Petreºti- Kultur vermutliche absolutchronolgischen Daten vor, bezüglich der Entstehung der Kultur oder ihren Ausklang (3700–3400 a.Chr.: DUMITRESCU 1968, 35). Die Erfassungs- und Auslegungsweise der 14C- Daten, die mit dem binnenkarpathischen Gebiet Rumäniens in Beziehung gebracht werden können, sind in demselben Werk vorgestellt (DUMITRESCU 1968, 37-39). Zu seiner Zeit, aber auch heute noch, zeugte sich dieses Herangehen als gemäßigt, pertinent und, für einen Forscher des Äneolithikums, als unentbehrlich.
Infolgedessen, versuchte ich einige 14C- Daten zu erhalten, wenigstens für einen der Turdaº- Fundorte, die ich untersuche. Die Chance machte daß diese Daten für das ältere Niveau von Broos/Orãºtie / Szászváros–Dealul Pemilor / Böhmenhügel, Punkt X2 erhalten wurden (Abb. 1-4). Sie wurden in den Laboratorien von Debrecen (Ungarn) bearbeitet. Ich danke, also, Herrn Horváth Ferenc vom Museum aus Szeged, der uns die wissenschaftliche Beziehung vermittelt hat. Die synthetischen Analysetabellen für die 14C- Daten sind dem Kollege Fl. Gogâltan (Institut für Archäologie und Kunstgeschichte zu Klausenburg / Cluj-Napoca / Kolozsvár) zu verdanken.
Die Niveaus aus dieser Siedlung (Broos) scheinen, im großen, mit dem Niveau II (Zwischenniveau) von Thorendorf / Turdaº–Luncã, mit der Ausnahme laut der das neuere Niveau von Broos teilweise später als das Niveau II (der obere) von Thorendorf.
Die Sammlung von archäologischen Materialien beinlicher Herkunft aus den vertieften Komplexe von Broos–Dealul Pemilor, Punkt X2 und deren 14C- Datierung gestattet uns chronologisch, in absolute Begriffe, auch wenigstens ein Teil der Stratigraphie von Thorendorf–Luncã festzustellen. Die Proben wurden aus geschlossene, vertiefte Wohnkomplexe aus dem neben der Stadt Broos befindlichen archäologischen Fundort: die Wohngruben B1/1992–1993 und B2/1994. Diese Komplexe gehören dem alten Niveau des Turdaº- Fundortes von hier zu.
Für die vollständige Erforschung eines stratigraphischen Profils der Siedlung wurde auch die Hauptverkehrslinie I, auf die annähernden Richtung Norden-Süden durchgezogen und erforscht. Auch wenn dieser Schnitt zu rund 300 m Länge kam, könnten wir nicht den ganzen archäologischen Turdaº- Fundort durchzuschneiden.
Einige stratigraphische Daten glaube ich nicht überflüssig zu seien. Die Wohngrube B1/1992–1993 wurde anläßlich der Erforschung des Schnittes S2/1992 und der Kassette C1/1993. Der Schnitt S2/1992 hatte die Ausmaße von 20x1,5 m und wurde auf der Achse der stratigraphischen Hauptverkehrslinie I, bei 20 m südostlich des Schnittes S1/1992 durchgezogen. Im Jahre 1993 die Verbindung zwischen den beiden Schnitte wurde durch das Durchziehen und die Erforschung des Schnittes S3/1993 gemacht. Die der Turdaº- Kultur zugehörende Kulturschicht hat eine Dicke bis 0,45 m. Die wichtigsten im Schnitt aufgefaßte Komplexe sind die vertiefte Wohngrube B1/1992–1993, die Wohnung L3/1992–1993 und die Schanze 1 (LUCA 1997b, 23). In der Wohnung L3/1992–1993 wurde ein für die Auffassung der Beziehung Mensch-Gottheit im Äneolithikum wichtigen Komplex entdeckt (LUCA 1994, 363-367; 1997b, 65-67).
Die Kassette C1/1993 wurde für die vollständige Freilegung der Wohngrube B1/1993 durchgezogen und erforscht. Sie hatte die Ausmaße von 6x4 m (LUCA 1997b, 26).
Die vertiefte Wohnung hat, auf dem vorgeschichtlichen Trittniveau, ein Bett von Steinen und ist bis zu einer Tiefe von höchstens 2,40 m ausgegraben. Ihre Forme ist rund. Die Grube der Wohngrube weist mehrere unregelmäßig ausgegrabenen Stufen auf, mit den Tiefen von 1,15; 1,55; 1,75; 2,10 und 2,40 m. Die Wohnung L3/1992–1993 veränderte die normale Stratigraphie und die Zuschüttungsweise des vertieften Komplexes, durch den Gruben und die zugehörenden Gründungsschanzen, die, teilweise, im Inneren der Wohnung des alten Niveaus ausgehoben wurden. Die Wohngrube B1/1992–1993 weist mehrere Zuschüttungsniveaus auf. In diesem Komplex wurden auch massive Lehmbewurfstücke entdeckt, die andeuten daß die Wände der Wohngrube mit einer dicken Lehmschicht, besonders bei der Verbindung der Balken, beworfen waren (LUCA 1997b, 30, Plan 2 a-b, 3 a-b).
Die Beinprobe für die 14C- Datierung (Abb. 3) wurde vom Boden des ersten Tritt-/Bauniveaus der Wohngrube gesammelt und besteht aus einem massiven Oberschenkelknochen von Bos. Das erhatene Datum weist die Signatur Deb. 5762 auf und ist 5825 ± 60 BP. Das kalibrierte Datum der Probe ist 4768–4582 CalBC.
Andere zwei Proben wurden aus einer als Bauweise ähnlichen Wohngrube gesammelt, die demselben stratigraphischen Niveau zugehört. Die Wohngrube B2/1994 wurde im Schnitt S6/1994 entdeckt. Dieser hatte Ausmaße von 20 x 1,5 m und wurde in der Verlängerung des Schnittes S2/1992 durchgezogen, als Bestandteil der Hauptverkehrslinie I. Die Kulturschicht hat ungefähr 0,40 m Dicke im Schnitt S6/1994, indem diese in der Gegend der Hauptkomplexe noch zunimmt. Im Horizontalplan, außerhalb der Wohngrube B2/1994, wurden andere drei Gruben erfaßt (LUCA 1997b, 24, Plan 4 a-c).
Für die vollständige Untersuchung der Wohngrube B2/1994 wurde die Kassette C2/1994, mit den folgenden Ausmaßen eröffnet: 5,56 m die Ostseite, 5 m die Südseite, 3,75 m die Westseite und 5 m die Nordseite (LUCA 1997b, 26, Plan 4 und Plan 1). Die Eröffnung dieser Kassette ermöglichte die fast vollständige Untersuchung des vertieften Wohnkomplexes.
Die Wohngrube erschließt sich als einer runden Grube, mit Zugangsstufen im Inneren, auf der Südostseite (LUCA 1997b, Plan 4b), mit einem ausgehobenen Ofen in der Nordseite und eine im gelben Lehm verschonte Stufe von rund 4 m2, die bei 1,73 m Tiefe entdeckt wurde und die ein „Bett“ oder „Sitzbank“ zum Schlaffen sein könnte. Die Maximaltiefe des Wohnkomplexes ist von 2,15 m (LUCA 1997b, Plan 4c). Mit diesem Komplex steht in Verbindung -durch dem vorgeschichtlichen Aushebungsniveau der Grube- eine andere, im westlichen Teil der Kassette befindliche Grube, die auch Stufenweise ausgehoben wurde, bis zu einer Tiefe von 0,86 m. Gegen Norden wurde noch eine Grube entdeckt, die bis 1,80 m ausgehoben wurde und auch gegen Norden, gab sich noch eine Grube, die bis zu einer Tiefe von 1,83 m ausgehoben wurde. Die drei Komplexe können dem Gründungssystem der Wohngrube B2/1994 zugehören.
Die vertiefte Wohnung weist zwei Wiederverwendungs- / Anlegungs- Niveaus auf. Das erste steht in Beziehung mit der älteste Aushebung der Grube, die bis 2,15 m reichte. Nach der Zufüllung der ersten Wohngrube wurde eine Anlegung bei der Tiefe von annähernd 1,20 m durchgeführt, die das zweite Trittniveau des Komplexes darstellt. Nach dem Zufüllen des zweiten Niveau, die gebliebene Grube wurde für die Müllagerung benutzt, indem hier archäologischen Materialien des oberen Niveaus belegt wurden. Jetzt wurde von den Bewohner des neueren Turdaº- Niveau dieses Fundortes eine Planierung der alten Wohnung durchgeführt (LUCA 1997b, 31).
Aus dieser Wohngrube wurden vom Trittniveau der zweiten Wohngrube / -anlegung, das sich bei 1,20 m Tiefe befindet, zwei Proben für die 14C- Analyse gesammelt. Diese Proben bestehen aus zwei Stücke von Schädelkalotten, die mit Genauigkeit oberhalb der Augenbrauenbogen (aus)geschnitten wurden und die – aller Wahrscheinlichkeiten nach – als Behälter für dem Verbrauch einiger Flüssigkeiten, für Gußopfer oder – warum nicht ? – als Werkzeuge zur Aushebung einiger Gruben in der Erde benutzt wurden. Das wäre keinen besonderen Fall, weil es bekannt ist daß solche Gefäße aus menschlichen Schädel noch gemacht wurden. Unbekannt ist aber der Befund in sich, bzw. das Vorkommen dieser zwei Stücke in einem geschlossenen Komplex der rumänischen Jungsteinzeit.
Wir machen aufmerksam daß der genaue Schnitt der Schädelkalotten oberhalb der Augenbrauenbogen, indem eine imaginäre Linie gegen der Schädelbasis gefolgt wurde, belegt die direkte Absicht des Jungsteinzeitsmenschen für die „Erzeugung“ der beiden Behälter. Die Ursache deren Erzeugung ist schwer zu erklären. Sie kann mit der Kommunikation der Lebendigen mit den Toten / Ahnen stehen, aber die Tat kann auch mit einer gewissen Beziehungsart mit einer feindlichen Gemeinschaft annähert werden. Es kann, aber, auch eine einfache, praktische / gebräuchliche Geste, indem die beiden Schädelkalotten der Behälter sein könnten, so daß die kultische Bedeutung nur vermutet ist und am ehesten scheint die praktische Erklärung zu sein, laut der anhand dieser Schalen Flüssigkeiten verbraucht oder gußgeopfert wurden, indem der Gußopfer – ohnehin – eine Geste zwischen Sakral und Profan ist.
Die Probe 1 (Abb. 1) aus B2/1994 hat die Signatur Deb. 5775 und ist von 5790 ± 55 BP. Das kalibrierte 14C- Datum der geschnittenen menschlichen Kalotte ist von 4734–4549 CalBC.
Die Probe 2 (Abb. 3) aus B2/1994 hat die Signatur Deb. 5765 und ist von 6070 ± 70 BP. Das kalibrierte 14C- Datum der geschnittenen menschlichen Kalotte ist von 5044–4895 CalBC.
Die erste auffallende Sache bei diesen Daten ist daß die Probe 2 mit rund 300 Jahren älter ist als die Probe 1, auch wenn die beiden von demselben Trittniveau gesammelt wurden, wo sie sich nebeneinander fanden. Diese Tatsache bezwingt uns nachzudenken. Der so große Zeitunterschied könnte, erstens, einem Sammlungs- / Behandlungsfehler des zeitgenössischen menschlichen Faktor zu verdanken sein. Aber der Fehler kann auch dem vorgeschichtlichen Mensch zugehören, der eine längere Zeit eine der beiden Kalotten benutzen konnte. Der Schädel der Probe 2 kann einen älteren Ahne als der Schädel der Probe 1 darstellen, indem seine Kalotte eine längere Zeit für Gußopfer oder zum Trinken benutzt wurde. Der Schädel der Probe 2 kann aus uns unbekannten Gründen eine längere Zeit von den Turdaº- Leute behalten gewesen worden oder es könnte sein daß einer der Schädeln aus einer anderen Siedlung oder Nekropole mitgebracht wurde, weil er den gemeinsamen und bekannten Ahne der Familie darstellte. Ohnehin, der Unterschied von 300 Jahren zwischen den beiden Schädeln bleibt ein Fragezeichen, überhaupt weil die Probe 2 viel älter ist – mit mehr als 200 Jahren – auch als der aus stratigraphischen Hinsicht älteste Probe von Broos–Dealul Pemilor, Punkt X2, diejenige, die in der Wohngrube B1/1992–1993 gesammelt wurde (Abb. 2; Deb. 5762 ± 60 BP; 4768–4582 CalBC).
Indem man diese letzte Probe (Abb. 2: Deb. 5762 = 5825 ± 60BP; 4768–4582 CalBC) mit der Probe 1 aus der Wohngrube B2/1994 (Abb. 1: Deb. 5775 = 5790 ± 55 BP; 4734–4549 CalBC) vergleicht, beobachten wir einen Unterschied von rund 30–35 Jahren BP oder 50–55 Jahren CalBC, was mit der stratigrafische Beobachtung übereinstimmt, laut der die Probe, die vom Boden der Wohngrube B1/1992–1993 gesammelt wurde, älter als diejenige aus dem zweiten Wiederverwendungsniveau der Wohngrube B2/1994 ist. Jedenfalls, das alte / untere Niveau von Broos würde, mit der entsprechenden Großzügigkeit, um 5800 BP oder 4700–4660 CalBC (Abb. 4) datiert werden, das heißt um einem chronologischen Vinèa C- Horizont (HORVÁTH 1991, 259-273, Abb. 4-5; HERTELENDI–HORVÁTH 1992, 3, Abb. 4; PAPATHANASSOPOULOS und Mitarb. 1996, 28-29, Abb. 3) und am Ausklang der Tisa I- Kultur (HORVÁTH 1991, 270; HERTELENDI–HORVÁTH 1992, 865).
Wir können diese mit anderen, in demselben Laboratorium erhaltenen Daten aus der Siedlung von Foeni (Kr. Temesch / Timiº / Temes), die mit Wohlwille vom Kollege Fl. Draºovean zur Verfügung gestellt wurden. Diese deuten an daß sich eine relative Zeitgenossenheit zwischen dem alten Niveau von Broos, die Siedlung von Foeni (die frühe oder die klassische Phase ?) und das Niveau II (Zwischenniveau) der Siedlung von Thorendorf (das auch unbemalte archäologische Materialien von Foeni- Typus beinhaltet und das -aller Scheinbarkeiten nach- mit dem alten Niveau von Broos zeitgenössisch ist) gibt. Auch diesmal sind die Daten mit der C- Phase der Vinèa- Kultur zeitgenössisch.
Für die Bestättigung der drei 14C- Daten von Broos–Dealul Pemilor, Punkt X2 habe ich noch eine Probe gesammelt und dem 14C- Laboratorium des Deutschen Archäologischen Institutes, Arbeitsbereich Ur- und Frühgeschichte zu Berlin abgesendet. Bedeuerungsweise, wurde dieses abgeschaffen und die Probe konnte nicht wissenschaftlich ausgewertet werden.
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Bei rund 10 jahren nach der Erscheinung der am Anfang des Artikels angeführten Synthese bezüglich der absoluten Datierung der jungsteinzeitlichen und äneolithischen Kulturen (DUMITRESCU 1968) kammen auch die ersten 14C- Daten für die Petreºti- Kultur zu, die der Erforschung des archäologischen Fundortes von Dallendorf / Daia Românã / Oláhdálya–Pãrãuþ zu verdanken sind (3950–3760 î.e.n.: PAUL 1977, 15-26, 24; 1981, 231; 1992, 131). Umgewandelt in BP, diese Daten sind 5900–5710 BP.
Die archäologischen Forschungen für die systematische Untersuchung dieses Fundortes wurden zwischen den Jahren 1967–1968 und 1971 durchgeführt (PAUL 1981, 202; 1992, 139-140; 1995, 106), indem der veröffentlichte Plan deutet an daß eine Anzahl von 7 Schnitte und 4 Kassetten gemacht wurden (PAUL 1981, 199, Abb. 2; 1995, 143), ohne zu viele Sachen über die mit diesem Anlaß entdeckten geschlossenen Komplexe zu veröffentlichen.
Die mit diesem Anlaß erhaltenen 14C- Daten sind für die A- Phase der Petreºti- Kultur charakteristisch, die – der Meinung des Verfassers nach – mit den II- (teilweise) und III- Phasen der Precucuteni- Kultur zeitgenössisch ist (PAUL 1977, 24). Der angeführte Verfasser benutzt weiter und oftmals dieselben Daten um die Stelle der Frühphase der Petreºti- Kultur im Zusammenhang des rumänischen Äneolithikums anzudeuten (PAUL 1992, 131).
Wir haben mehrere Anmerkungen bezüglich dieser Daten und deren chronologischen und kulturellen Bedeutung zu machen.
Die Stratigraphie des archäologischen Fundortes von Dallendorf–Pãrãuþ ist sehr kompliziert, indem hier sich nicht weniger als 4 Niveaus und 7 Unterniveaus geben (I = Turdaº; II; Vinèa B2; II1–II4 = Petreºti A; III1–III2 = Petreºti A–B: PAUL 1981, 202-203; 1992, 139-140; 1995, 106). Wir bestehen nicht in diesem Artikel auf daß wir so oft angedeutet haben, daß die Turdaº- Kultur nicht früher als dem Ausklang der B2- Phase der Vinèa- Kultur beginnt, also muß die relative Chronologie des Fundortes und der besprochenen Kultur überprüft werden muß, sondern, hauptsächlich, auf die Charakteristika der Stratigrafie von Dallendorf–Pãrãuþ, die – zweifellos – sehr dynamisch ist. Es ist uns schwer zu glauben daß das Niveau aus dem die Proben gesammelt wurden, dick von annähernd 20 cm, 200 Jahren haben soll. Diese Beobachtung ist gültig nur wenn die 14C- Proben stammen aus Schichtenvermischung. Dieses ist möglich, weil – wie man feststellen kann, indem man die Profilen untersucht – die Proben wurden nur teilweise aus geschlossenen Komplexe gesammelt (PAUL 1981, Abb. 5).
Alle Proben wurden aus dem Schnitt V/1971 gesammelt (PAUL 1981, Abb. 4-5; 1992, Abb. 8-9). Dieser Schnitt wurde gegen der Mitte der Siedlung durchgezogen (PAUL 1981, Abb. 2; 1992, Abb. IIa; 1995, 143, Taf. II). Schwer zu verstehen ist daß die Ausrichtung des Schnittes genau nord-südlich in zwei der angeführten Veröffentlichungen ist (PAUL 1981, Abb. 2; 1992, Taf. IIa) und nordwestlich-südostlich in einer anderen Veröffentlichung desselben Verfassers (PAUL 1995, 143, Taf. II). Sogar der Norden und der Süden sind nicht in derselben Richtung orientiert! Ich frage nach welcher der Pläne des archäologischen Fundortes von Dallendorf–Pãrãuþ ist der tatsächlicher und stimmt mit der Tatsache im Gelände überein ?
Nirgends in den vom erwähnten Verfasser unterschriebenen Texte geben sich genaue Referenzen an den 14C- Daten von Dallendorf–Pãrãuþ. In keiner Stelle wird uns gesagt welche sind die stratigrafischen (Tiefe, Komplexe, schnitt, Feld, Schicht etc.) und technischen Bedingungen (die alte jedes Datums mit ±, welche ist die Zusammensetzung des gesammelten organischen Materials und welche sind die Daten selbst). Vorübergehend sei gesagt, in einem der von uns angeführten Artikeln, verstehen wir daß die Proben wurden in Berlin bearbeitet (PAUL 1981, 231). Wir wissen aber nicht wie viele Proben wurden gesammelt und welche sind deren technischen Daten. Indem man die Abbildungen dieses Artikels folgt, stellen wir fest daß es möglich wäre, die Rede von 5 14C- Proben zu sein (PAUL 1981, Abb. 5), eine Tatsache die in einem anderen Text desselben Verfassers widersprochen ist, woher wir erfahren, auch aus der Abbildung, daß es von 6 Proben handelt (PAUL 1992, Abb. 8-9). Sei es 5 oder 6 Proben, wir haben keine andere Daten oder Datenauslegungen, als die vom Verfasser für dem Anfang der Petreºti- Kultur festgestellte Jahren, 3950–3760 v.u.Z. Ich weiß nicht wie zu diesen Jahren gelungen wurde, aber 200 Jahren für eine Schichtanhäufung von 20 cm, so wie das aus der Untersuchung der von I. Paul veröffentlichte Profilen herauskommt, scheinen uns zu viel zu sein. Vergleichend, die 2 m der Stratigrafie von hier müssen 2000 Jahren alt sein !
Schließend, um mit diesen Bemerkungen fertig zu werden, im in Deutschland veröffentlichten Artikel (LUCA 1981, 233) es wird gesagt daß wenn wir mit der Tatsache daß die Vinèa–Turdaº- Etappe von Tãrtãria / Alsótatárlaka um 3000 / 2900–2700 a.Chr. datiert wird (indem wir sich auf der derzeitigen Orientchronologie stützen), dann wäre der Beginn der Petreºti A- Phase von Dallendorf um 2700 a.Chr. (4650 BP – u.A.). Alle diese Beobachtungen, sowie auch andere, persönliche, würden – demselben Verfasser nach – andeuten daß die Petreºti- Kultur 500–600 Jahren dauern würde, also annähernd zwischen den Jahren 2700 (2600) und 2100 (2000) a.Chr. Dieses, zusammen mit der teilweise Parallelisierung der Petreºti- Kultur mit der II- Phase von Troja (2400–2100 a.Chr.: PAUL 1981, 233-234), bietet uns ein plastisches Bild über der Denkweise des Verfassers an, weil schon seit damals wurde vermutet daß Troja II viel später ist.
Jüngst wurde auch ein Teil der Daten nach denen I. Paul sich inspirierte wann er die in den oberen Zeilen angeführten Bemerkungen machte. Sie wurden von Frau Z. Maxim Kalmar (KALMAR-MAXIM 1999, 133) veröffentlicht und sind die folgenden: 5900 ± 100 BP (Bln. 1197); 5835 ± 100 BP (Bln. 1199) und 5710 ± 100 BP (Bln. 1201). Indem man sie vergleicht, würden wir zu den vom Professor Paul für die Petreºti A- Schicht aus Dallendorf vorgeschlagenen Grenzdaten (3950–3760 a.Chr.), 5900–5710 BP.
Eine Durcheinander chronologische und – vielleicht – methodologische kommt vor wenn wir diese Daten (5900 ± 100 BP – Bln. 1197; 5835 ± 100 BP – Bln. 1199 und 5710 ± 100 BP – Bln. 1201 – gültig für die A- Phase der Petreºti- Kultur, laut Paul) mit denjenigen aus Broos (5790 ± 55 BP – Deb. 5775; 6070 ± 70 BP – Deb. 5765 und 5825 ± 60 BP – Deb. 5762) vergleichen, die für den Ausklang der Turdaº- Kultur gültig sind.
Man kann feststellen daß eine der späten Phasen der Turdaº- Kultur – aber nicht die späteste, weil bei Broos die vertieften Wohnkomplexe sind manchmal, von auch der Turdaº- Kultur zugehörenden Wohnungen überdeckt ! – ist mit der A- Phase der Petreºti- Kultur zeitgenössisch, indem daß ein Beweis für das Ankommen der frühesten technologischen, schon entstandenen Petreºti- Elemente, aus einem anderen geographischen Gebiet - das Banat. In einer ersten Phase, diese verbreiten sich punktiformisch im Verbreitungsgebiet der Turdaº- Kultur. Später, die frühen Petreºti- Elemente wandeln mit Entschlossenheit die Turdaº- Gemeinschaften in der neuen Kultur um. Dieses Szenario würde den Verfasser der Theorie der Nichtbodenständigkeit in was die Entstehung der Petreºti- Kultur betrifft, rechtgeben, namentlich dem Kollege Fl. Draºovean, der die Entstehung der siebenbürgischen Kultur in der Foeni- Gruppe aus dem Banat sucht (DRAªOVEAN 1991, 209-212; 1994a, 139-170; 1994b, 1-45; 1994c, 409-425; 1995, 53-137; 1996). Am bestens sind die Foeni- Elemente in Siebenbürgen bei Mintia–Gerhat (DRAªOVEAN–LUCA 1990, 7-18) vertreten, aber auch in den neuen Ausgrabungen von Thorendorf–Luncã (Ausgrabungen im Druck: LUCA 2001: Niveau II – Zwischenniveau).
Dagegen, aus einer anderen Hinsicht, man könnte glauben daß die 14C- Daten von Dallendorf mit denjenigen aus Broos zeitgenössisch sind und dieses wegen einem Auslegungfehler der Herkunftschichten der Proben aus dem vom Professor Paul untersuchten archäologischen Fundort. Die Profilen des Schnittes V/1971 (?) (wir fügten den Fragezeichen hin, weil in einer Veröffentlichung PAUL 1981, Abb. 5 kommt die Signatur S V/1961 vor und in einer anderen – PAUL 1992, Taf. IVb, Abb. 8-9, kommt die Signatur S V/1971 vor) deuten an daß die Daten aus der ältesten Schicht und vom Boden einiger Komplexe der unmittelbar obere Schicht gesammelt wurden. Wenn wenigstens der erste Niveau von Dallendorf der Turdaº- Kultur zugehört – wie I. Paul behauptete – wir fragen wenn nicht irgendwie alle, wenn nicht sie der Turdaº- Kultur zugehören, so wie uns auch der Vergleich dieser mit den 14C- Daten von Broos, indem die sogenannten frühen Petreºti- Materialien mit denjenigen der Foeni–Mintia- Gruppe sehr ähnlich sind.
Ohnehin, bleibt die Frage offen und sie ist nicht eine der leichtesten zu lösen.
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Zum Schluß werden wir versuchen das für die Entwicklung der Turdaº- Kultur nötige absolute Zeitraum zu definieren.
Wenn für dem Ausklang der Kultur haben wir die Daten aus Broos, die um dem Jahre 5800 BP sind und die nicht sehr lang den Schlußmoment dieser Kultur verlängen können (vielleicht 50 Jahren), wenn wir denken daß sich auch neuere Turdaº- Niveaus geben, ist die Lage für den Beginn der Kultur komplizierter.
Die einzigen 14C- Daten, die benutzt werden könnten um den Beginn der Turdaº- Kultur beispielerisch darzustellen, sind diejenige aus Zau de Câmpie. Diese sind von Z. Kalmar veröffentlicht (KALMAR-MAXIM 1999, 133). Wir wiedererinnern die Daten: 6230 ± 55 BP (Ly. 8934), 6185 ± 55 BP (Ly. 8932), 6104 ± 55 BP (Ly. 8933) und 6050 ± 55 BP (Lp. 8931). Gemäß dieser Daten, schließt sich die Siedlung von Zau de Câmpie zwischen 6230–6050 BP ein. Ein Durchschnitt dieser Daten wäre 6142 BP. Wir rechneten diesen Durchschnitt aus, weil hier das erste Niveau (oder die ersten Niveaus) der Lumea Nouã- Kultur und der nächste (oder die nächsten) der Turdaº- Kultur zugehörlich sind. Indem wir keine andere Beurteilungsmöglichkeit haben -und daß weil nicht vollständig und systematisch die Ergebnisse der neuen Forschungen von hier veröffentlicht wurden- glauben wir daß das wahrscheinlichste Datum für dem Beginn der Turdaº- Kultur von hier 6100 BP ist, hauptsächlich weil Z. Kalmar als vermutete Datum für dem Ausklang der Lumea Nouã- Kultur diejenige aus Parþa stammend, von 6100 ± 80 BP vorschlagt (KALMAR-MAXIM 1999, 133), indem sie meint daß die Banater Kultur mit derjenigen aus Siebenbürgen zeitgenössisch ist.
Infolge dessen benutzen wir, bis zur Erscheinung einiger neuen Beweise, das Datum 6100 für den Beginn der Turdaº- Kultur in Sienbenbürgen scheint uns als die geeigneteste.
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In einem jüngsten Werk (MANTU 1998), die Jassyer Forscherin M. Mantu wiederholt Daten, die sich sowohl in der absoluten, wie auch in der relativen Chronologie der Turdaº- Kultur einschließen. Es ist bekannt daß diese teilweise mit der Precucuteni- Kultur zeitgenössisch ist. Aus dem erwähnten Werk erfahren wir daß für die Precucuteni II- Phase sich ein 14C- Datum bei Poduri-Dealul Ghindaru gibt (MANTU 1998, 112 – 3870 ± 50 b.c., also 5820 BP). Dieses Datum, neben diejenigen, die für Gumelniþa A1 erhalten wurden, deuten den möglichen Ausklangmoment der Turdaº- Kultur. Hier müssen wir auch das Rahmendatum von Broos (5800 BP) in Betracht nehmen, als einem Moment in dem die Petreºti- Gemeinschaften für eine Zeit mit den Turdaº- Gemeinschaften mitleben (?).
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Indem man alle oberen Daten vergleicht, glauben wir das in diesem Literatur- und Kenntnisstand der 14C- Daten, der korrekte absolutchronologischen Moment für die Turdaº- Kultur ist 6100–5800 BP, fast identisch mit demjenigen, der für die Precucuteni- Kultur erhalten wurde, zum Beispiel 4250–3900 b.c. (MANTU 1998, Abb. 29), das heißt 6200–5850 BP. In Betracht nehmend daß wir noch wenigstens 50, wenn nicht 100 Jahren zum absolutchronologischen Termin der Turdaº- Kultur hinfügen müssen (indem Petreºti A zeitgenössisch (?), der 14C- Daten nach mit der späten Turdaº), können wir behaupten daß die absoluten Daten für dem „reinen“ Turdaº- Moment aus Siebenbürgen sind 6100–5900 BP, für diesem letzten Jahr eher 5800 BP oder – möglicher – 5850 BP, indem jetzt auch die Foeni–Mintia- Elemente in Siebenbürgen vorkommen.
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Schließlich, müssen wir feststellen daß diese 14C- Jahren (6150) 6100–5900 (5800) BP liegen zwischen den allgemeinen Daten deren die C- Phase der Vinèa- Kultur zugehört (PAPATHANASSOPOULOS und Mitarb. 1996, 28-29, Abb. 3; HORVÁTH 1991, Abb. 4-5; HERTELENDI–HORVÁTH 1992, Abb. 4). Das deutet einen entwickelten Moment der C- Phase, nach Vinèa C1, oder, im besten Fall, einen am Ausklang dieser Phase, was nur teilweise von den Ergebnisse der relativen Chronologie bestätigt ist (LAZAROVICI 1981, 169-196; 1987, 33-55; 1994, 62-100; DRAªOVEAN 1991, 209-212; 1994c, 409-425; 1995, 53-137; 1996; LUCA 1988–1991, 1-14; 1991, 141-156; 1996, 21-28; 1997a, 252-262; 1997b).
Verzeichnis der Abbildungen
Abb. 1. 14C- Datum von Broos–Dealul Pemilor, Punkt X2. B2/1994.
Abb. 2. 14C- Datum von Broos–Dealul Pemilor, Punkt X2. B1/1994.
Abb. 3. 14C- Datum von Broos–Dealul Pemilor, Punkt X2. B2/1994.
Abb.
4. Vergleichende Tabelle mit den 14C- Daten von Broos–Dealul Pemilor, Punkt X2.
Fig. 1. Datã C14 de la Orãºtie–Dealul Pemilor, punct X2. B.2/1994.
Fig. 2. Datã C14 de la Orãºtie–Dealul Pemilor, punct X2. B.1/1992–1993.
Fig. 3. Datã C14 de la Orãºtie–Dealul Pemilor, punct X2. B.2/1994.
Fig. 4. Tabel comparativ cu datele C14
de la Orãºtie–Dealul Pemilor, punct X2.
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Apulum – Acta Musei Apulensis, Alba Iulia.
Banatica – Banatica, Reºiþa.
BHAB – Bibliotheca Historica et Archaeologica Banatica, Timiºoara.
BMA – Bibliotheca Musei Apulensis, Alba Iulia.
BMN – Bibliotheca Musei Napocensis, Cluj-Napoca.
CA – Comori arheologice, Bucureºti.
CB – Caiete Banatica – seria arheologie, Reºiþa.
CCA – Cronica Cercetãrilor Arheologice, Bucureºti.
CCDJ – Culturã ºi Civilizaþie la Dunãrea de Jos, Cãlãraºi.
Corviniana – Corviniana. Acta Musei Corvinensis, Hunedoara.
DaciaNS – Dacia. Revue d'archéologie et d'histoire ancienne, Nouvelle Série, Bucureºti.
DP – Documenta Prahistorica, Ljubljana.
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ForVL – Forschungen zur Volks- und Landeskunde, Sibiu.
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SIBan – Studii de istorie a Banatului, Timiºoara.
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